Gefühle ernst nehmen!
Ihr Kind wird sich über eine schlechte Note mindestens so ärgern wie Sie. Lassen Sie es von seinem Ärger erzählen und nehmen Sie es in seinem Ärger ernst. Tröstende Worte in der Art von „Alles halb so schlimm“ bitte vermeiden.
Wenn Ihr Kind fertig erzählt hat, dann teilen Sie ihm Ihre Befürchtungen, Ängste und Ihren Ärger mit – in einem ruhigen und sachlichen Ton.
Das hilft Ihrem Kind, sich auf einer rationalen Ebene mit der schlechten Note auseinanderzusetzen.
Strafen verboten!
Kein Kind ist glücklich über eine schlechte Note. Manche spielen nur den „Coolen“, um Ihre Betroffenheit zu verstecken. Außerdem gilt es nun, ein Problem zu lösen, nicht Schuldige zu suchen.
Aufbauen!
Eine schlechte Note heißt nicht durchfallen. Besprechen Sie erst am nächsten Tag, wie es zukünftig besser klappen könnte. Am Tag der schlechten Nachricht soll sich Ihr Kind noch ein Erfolgserlebnis verschaffen, zB Fußball spielen gehen, reiten, mit Freunden treffen usw.
Vergleichen verboten!
Vergleiche mit Mitschülern oder Mitschülerinnen wirken verheerend auf das Selbstvertrauen und schaffen eine grausame Konkurrenz zwischen Kindern.
Positiv denken!
Nicht die Note ist entscheidend, sondern die Leistung. Fragen Sie Ihr Kind, welches neue Wissen, welchen neuen Fähigkeiten es in den letzten Wochen erworben hat trotz der schlechten Note. Schauen Sie mit Ihrem Kind gemeinsam auf das, was es kann, und nicht darauf, was es (noch) nicht kann.
Lücken schließen!
Kopieren sie die Schularbeit/den Test und machen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind eine Fehleranalyse. Bestehen Lücken in zurückliegenden Stoffgebieten, vermitteln Sie diesen Stoff zuhause. Der aktuelle Stoff wird ohnehin in der Schule geboten.
Geben Sie es zu!
Erzählen Sie Ihrem Kind von Ihren eigenen „Niederlagen“. Das hilft auch Ihnen, sich in die Sorgen Ihres Kindes hineinzudenken.


