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24. Oktober 2011

Durchstarten Hausübungsmanagement – Teil 2

(Bewusst) Pause machen

Auch wenn Ihr Kind noch so tüchtig an einem neuen Stoffgebiet lernt, hin und wieder ist es kurz abgelenkt, zB ein Blick aus dem Fenster, ein Gedanke an den Freund/die Freundin … Das sind unbewusste Pausen, die beim Lernen ganz normal sind. Das Gehirn managt das ganz automatisch, es stoppt sozusagen die Aufnahme weiterer Informationen, um den Stoff in Ruhe für sich nacharbeiten zu können. Während Ihr Kind also an Freunde denkt, arbeitet das brave Gehirn weiter. Man gönne ihm diese „automatischen Pausen“, das fördert den Lernerfolg – und Beziehungen;-)

Wenn Ihr Kind allerdings Hausübungen macht, bei denen es immer dasselbe tun muss, zB eine bestimmte Zeit bilden, dann schaltet sein Gehirn nicht auf „Pause“. Die Folge ist, dass die Konzentration rasch nachlässt und sich sogenannte „Flüchtigkeitsfehler einschleichen.

Wenn Ihr Kind daher bei solchen Hausübungen keine bewusste Pause macht, verlangsamt sich sein Arbeitstempo automatisch und außerdem macht es noch dazu Fehler.

GUTER TIPP: 25 Minuten Lernzeit + 1 x 5 Minuten Pause
BESTER TIPP: 25 Minuten Lernzeit + 5 x 1 Minute Pause

22. August 2011

Mündliche Wiederholungsprüfungen erfolgreich bestehen

Fragenkatalog erstellen

Erstellen Sie zusammen mit Ihrem Kind einen Fragenkatalog zum Prüfungsstoff. Fragen, die Ihnen während der Vorbereitung in den Sinn kommen, werden auf die Vorderseite einer Karteikarte geschrieben, die Antworten auf die Rückseite. Für jede Frage eine Karteikarte verwenden.

Prüfungssituation nachspielen

Spielen Sie „PrüferIn“ für Ihr Kind. Stellen Sie Fragen aus dem Prüfungsstoff, indem Sie die Karteikarten aus dem Fragenkatalog verwendet. Legen Sie die Prüfungszeit vorher fest und überschreiten Sie diese nicht. Idealerweise spielen Sie die Lehrerin/den Lehrer nach (Ihr Kind weiß sicher, wie seine Lehrerin/sein Lehrer prüft, wie lange sie/er etwa prüft, ob sie/er Zwischenfragen stellt etc.). Geben Sie als „PrüferIn“ Ihrem Kind klare und deutliche Antworten auf die gestellten Fragen; versteht es etwas nicht, ist das ein Signal dafür, dass es seine Antwort besser formulieren muss.

Körpersprache

Körpersprachliche Signale können eine Prüfung positiv oder negativ beeinflussen. Achten Sie auf folgende Punkte bei Ihrem Kind:

Achten Sie auf folgende Punkte bei Ihrem Kind:

  • aufrechte Körperhaltung, PrüferIn freundlich und erwartungsvoll anschauen
  • Ihr Kind soll beim Reden seine Hände (Gestik) und seinen Gesichtsausdruck (Mimik) einsetzen
  • Ihr Kind soll laut, deutlich und nicht zu schnell sprechen sowie kurze Sätze verwenden

Nachfragen

Hat Ihr Kind eine Frage nicht verstanden, soll es nachfragen. Nachfragen bringt auch einen Zeitgewinn, wenn man sich über eine Antwort noch nicht im Klaren ist.

Nachdenken

Eine gute Antwort muss gut überlegt sein. Ihr Kind soll sich Zeit zum Nachdenken nehmen und die Formulierungen überlegen, ehe es zu reden anfängt.

Falsche Antworten

Keine Angst davor! Ihr Kind soll alles sagen, was ihm zur Frage einfällt und nicht direkt falsch erscheint. Lieber mal auch eine falsche Antwort geben als sich nach der Prüfung ärgern, wenn man bemerkt, dass die verschwiegene Antwort richtig gewesen wäre.

Ehrlichkeit

Zugeben, wenn man etwas nicht weiß. Langes Schweigen steigert die Nervosität. Die Prüferin/Der Prüfer stellt möglicherweise Zusatzfragen zu diesem Stoffgebiet. Auch darauf keine Antworten zu geben erzeugt beim Prüfenden die Vermutung, dass Ihr Kind nichts kann. Daher möglichst schnell weg aus diesem Stoffgebiet. Wenn man sein Nicht-Wissen zugibt, hat die Prüferin/der Prüfer die Gelegenheit, eine andere Frage zu stellen und das „lästige Nachbohren“ fällt weg.